Fahrplanwechsel: Mehr Fernzüge und neue Verbindungen im Süden

Ab Mitte Dezember profitieren Reisende im Südwesten und in Bayern von zusätzlichen ICE-Verbindungen, neuen internationalen Direktzügen und kürzeren Fahrzeiten. Gleichzeitig sorgen umfangreiche Bauarbeiten für Einschränkungen auf wichtigen Fernverkehrsstrecken.

Der neue Fahrplan der Deutschen Bahn tritt am 13. Dezember in Kraft und bringt zahlreiche Änderungen im Fernverkehr. Tickets sind ab diesem Mittwoch erhältlich; die Ticketpreise bleiben stabil.

In Baden-Württemberg verkehren künftig zusätzliche ICE-Sprinter zwischen Stuttgart, Nürnberg und Berlin. Die schnellsten Sprinter-Verbindungen zwischen Stuttgart und Berlin dauern laut Bahnangaben rund vier Stunden und 45 Minuten, während die regulären ICE-Verbindungen mit mehreren Zwischenhalten rund fünf Stunden und 15 Minuten benötigen. Auch das internationale Angebot wächst: Neue Direktzüge verbinden Stuttgart und Karlsruhe mit Paris, zudem kehrt eine nächtliche ICE-Verbindung zwischen Stuttgart, München und Wien zurück.

Weitere Verbesserungen betreffen Baden-Baden und Offenburg, wo künftig mehr ICE-Züge halten. Neue beziehungsweise wiederhergestellte Fernverbindungen erschließen außerdem Hamburg, Westfalen und die Ostseeküste. In Bayern sollen Frecciarossa-Züge ab dem Sommer München ohne Umstieg mit Verona, Mailand und Rom verbinden; zusätzliche Direktzüge nach Paris sind am Wochenende vorgesehen.

Auch die Verbindung von Nürnberg nach Wien soll nach abgeschlossenen Bauarbeiten wieder über Regensburg und Passau bedient werden. In Straubing sind zwei zusätzliche ICE-Halte geplant, während direkte Verbindungen nach Westfalen und Innsbruck zurückkehren. Gleichzeitig müssen sich Fahrgäste auf erhebliche Einschränkungen einstellen: Zwischen München und Rosenheim ist vom 8. Februar bis zum 9. Juli eine Streckensanierung vorgesehen, die Umleitungen und ein reduziertes Zugangebot zur Folge hat.

Weitere Baustellen führen im Jahresverlauf zu weniger ICE-Verbindungen zwischen Augsburg beziehungsweise Donauwörth und Berlin sowie zwischen Frankfurt und Nürnberg. Die Bahn kündigte an, die Auswirkungen der Bauarbeiten durch Ersatzkonzepte möglichst gering zu halten.

EVN