Bekennerschreiben nach Sabotage an Bahnstrecke bei Leverkusen aufgetaucht

Nach den Schäden an einer Bahnstrecke nördlich von Leverkusen ist ein Bekennerschreiben veröffentlicht worden. Die Polizei ermittelt wegen des Sabotageakts, der zu erheblichen Einschränkungen im Nah- und Fernverkehr führte.

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Eine mutmaßlich linksextreme Gruppe hat sich zu Sabotageakten an der Bahnstrecke nördlich von Leverkusen bekannt. In einem Bekennerschreiben, das am Samstag auf der Plattform Indymedia veröffentlicht wurde und über das der WDR berichtet, erklärt die Gruppe “Kommando Angry Birds”, sie habe Brandsätze in Kabelschächten entlang der Strecke platziert. Die Gruppe gab an, als Motiv das durch den Fortschritt verursachte Massensterben zu sehen und strebe die Zerschlagung des technologisch-industriellen Systems an.

Die Deutsche Bahn teilte mit, dass die Brandsätze die Schienen und die Oberleitung beschädigt hätten, was zu Zugausfällen und Verspätungen zwischen Düsseldorf und Köln führte. Die Reparaturarbeiten dauern noch an – eine Prognose gibt es aktuell noch nicht. Im Nah- und Fernverkehr kommt es derzeit zu Umleitungen und Verspätungen. Laut Bahn verspäten sich Züge des Fernverkehrs um etwa 30 Minuten. Es komme zudem zum Ausfall einzelner Züge. Der Staatsschutz der Kölner Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft, ob ein strafrechtliches Handeln vorliegt.

Bereits in der Vergangenheit bekannte sich die Gruppe zu ähnlichen Anschlägen, unter anderem auf Bahnstrecken. Im Januar 2025 hatte sie sich zu einem Brandanschlag auf eine wichtige Güterverkehrsstrecke in Düsseldorf bekannt. Die aktuelle Sabotage führte zu erheblichen Beeinträchtigungen im Nah- und Fernverkehr, wobei Züge umgeleitet werden mussten und es zu weiteren Verspätungen kam.

dts Nachrichtenagentur / EVN