Bahn plant Mahn- und Gedenkort für getöteten Zugbegleiter

Nach dem gewaltsamen Tod eines Zugbegleiters in Rheinland-Pfalz soll ein Ort dauerhaft an ihn erinnern. Was geplant ist.

Für den vor fünf Monaten getöteten Zugbegleiter Serkan Calar soll es einen Mahn- und Gedenkort am Mannheimer Hauptbahnhof geben. Die Bahn sei dazu gemeinsam mit der Familie des Getöteten in der Planung, teilte ein Sprecher der Bahn mit.

“Wir sind nach dem Tod unseres Kollegen weiterhin in tiefer Trauer.” Der dauerhafte Gedenkort solle “die Erinnerung an unseren geschätzten Kollegen und lieben Menschen, aber auch an die schreckliche Tat im Bewusstsein halten”.

Die gesellschaftliche Entwicklung könne man nicht ändern, sagte der Sprecher. Aber die Bahn könne dafür sorgen, “dass unsere Züge Orte der Sicherheit und des Respekts im öffentlichen Raum sind – für Mitarbeitende und Fahrgäste”.

Dafür seien bereits Maßnahmen getroffen worden. Als Beispiele nannte er die Ausstattung mit Bodycams im Nah- und Fernverkehr, Doppelbesetzungen und die Einführung von stichfesten Westen für Kundenbetreuer.

Calar war Anfang Februar nach einem Angriff eines Fahrgastes ohne Fahrschein in einem Regionalexpress nahe Landstuhl (Westpfalz) gestorben. Der Täter wurde am Donnerstag am Landgericht Zweibrücken zu zehn Jahren Haft verurteilt. Mannheim war der Dienstort von Calar.

dpa / EVN