An den Zapfsäulen soll es für Autofahrerinnen und Autofahrer ab Mai nicht mehr so teuer sein – für zwei Monate. Auch Forderungen nach einer Entlastung für ÖPNV-Nutzer werden lauter.
Der Sozialverband VdK fordert angesichts der geplanten Senkung der Spritsteuern wegen der gestiegenen Preise Erleichterungen nicht nur für Autofahrer. “Statt pauschaler Maßnahmen braucht es zielgenaue und verlässliche Entlastungen, die spürbar bei den Menschen ankommen”, teilte der Verband mit. Dazu gehörten sozial gestaffelte Direktzahlungen, eine “faire Anpassung” der Grundsicherung und eine Unterstützung ärmerer Menschen.
“Der Tankrabatt für zwei Monate wird den Bund mindestens genauso viel kosten wie das Deutschlandticket für das gesamte Jahr 2026”, erläuterte der VdK. Auch ein bezahlbarer und verlässlicher Nahverkehr könnte echte Entlastung schaffen – etwa durch ein dauerhaft günstiges Deutschlandticket. Eine verlässliche Weitergabe der gesenkten Spritsteuer an die Menschen sei nicht sicher. Zudem nutzten die untersten Einkommensgruppen oft kein Auto.
Tankrabatt soll ab Mai gelten
Der Bundestag soll an diesem Freitag den von der schwarz-roten Koalition geplanten Tankrabatt beschließen. Die Steuern auf Diesel und Benzin sollen befristet für zwei Monate um rund 17 Cent pro Liter herabgesetzt werden. Dies soll ab 1. Mai bis Ende Juni gelten. Bei voller Weitergabe an den Zapfsäulen könnten Autofahrer und Betriebe so um 1,6 Milliarden Euro entlastet werden. Für das Deutschlandticket schießt der Bund jährlich 1,5 Milliarden Euro zu.
dpa / EVN
