Eine Oberleitung reißt auf einer wichtigen Bahnstrecke. Ein ICE fährt dagegen und bleibt liegen – es gibt mindestens zwei Verletzte. Stunden später wird der beschädigte Zug abgeschleppt.
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In Sachsen-Anhalt ist eine Oberleitung auf einen Zug gefallen. Hunderte Reisende saßen stundenlang in dem ICE fest. Wie eine Bahnsprecherin mitteilte, war die Oberleitung am Mittag bei Zahna-Elster gerissen.
An einer Stelle seien dadurch Fenster des Zuges beschädigt worden, zwei Fahrgäste wurden in der Folge leicht verletzt, berichtete die Bahnsprecherin. Ein Sprecher des Landkreises Wittenberg teilte mit, ihm vorliegenden Informationen zufolge seien zwei Menschen an Bord wegen “Panik und Kreislauf” kollabiert. Eine vorsorglich aufgebaute Rettungsbasis im Bahnhof Lutherstadt-Wittenberg sei aber letztlich nicht zur Versorgung von Verletzten benötigt worden.
Der Zug auf dem Weg von Berlin nach Halle war außerhalb eines Bahnhofs im Ortsteil Bülzig zum Stehen gekommen. Der ICE wurde am Abend zum Bahnhof Lutherstadt-Wittenberg gebracht, wo die Fahrgäste umsteigen konnten.
Zunächst hatte es von der Bahn geheißen, ein Ersatzzug könne wegen des abgeschalteten Stroms nicht eingesetzt werden und die Reisenden müssten in Bussen weiterfahren. Dann war laut Landkreis und Feuerwehr das Abschleppen des ICE mit den Passagieren an Bord geplant worden.
Züge zwischen Berlin und Halle/Leipzig werden aktuell über Dessau und Wiesenburg umgeleitet. Dadurch kommt es laut Bahn zu Verspätungen von rund 40 Minuten. Der Halt Lutherstadt Wittenberg entfällt, Ersatzhalt ist Dessau. Wie lange die Reparatur der gerissenen Oberleitung den Bahnverkehr beeinträchtigen wird, war zunächst nicht bekannt.
dpa / EVN
