Pro Bahn fordert beschleunigte Elektrifizierung zentraler Bahnstrecken

Pro Bahn fordert eine schnellere Elektrifizierung des deutschen Schienennetzes. Im Fokus steht dabei auch die Franken-Sachsen-Magistrale, auf der weiterhin große Abschnitte ohne Oberleitung sind.

Der Fahrgastverband Pro Bahn hat eine beschleunigte Elektrifizierung des deutschen Schienennetzes gefordert. Eine entsprechende Resolution wurde auf dem Bundesverbandstag in Hof verabschiedet.

Im Mittelpunkt steht die sogenannte Franken-Sachsen-Magistrale zwischen Nürnberg, Marktredwitz und Hof sowie die grenzüberschreitende Verbindung nach Cheb. Nach Angaben des Verbands sind rund 180 Kilometer dieser Strecke nicht elektrifiziert, obwohl sie Teil des transeuropäischen Kernnetzes ist.

Pro Bahn fordert den Bund auf, der DB InfraGO AG kurzfristig einen Planungsauftrag zu erteilen. Ein positiver volkswirtschaftlicher Nutzen sei bereits nachgewiesen worden. Zudem solle die geplante Erneuerung von Brücken im Pegnitztal ab 2029 mit der Elektrifizierung kombiniert werden.

Darüber hinaus spricht sich der Verband für ein gesetzlich festgelegtes Elektrifizierungsziel von mindestens 80 Prozent des Schienennetzes bis 2035 aus. Aktuell liegt der Anteil elektrifizierter Strecken bundesweit bei rund 62 Prozent.

EVN