Erste Planungsphase für Potsdamer Stammbahn kann beginnen


BERLIN | Für einen besseren Regionalverkehr zwischen Berlin und Potsdam soll die sogenannte Stammbahn reaktiviert werden – die Deutsche Bahn kann nun mit der Vorplanung für dieses Vorhaben beginnen.

Die beiden Bundesländer haben die notwendige Finanzierungsvereinbarung über 26 Millionen Euro unterzeichnet, teilte der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) mit. Bis wirklich Züge rollen, wird es viele Jahre dauern. „Eine Inbetriebnahme im Jahr 2038 – dem 200. Jubiläum der Strecke – wäre eine gute Zielmarke“, sagte Brandenburgs Infrastrukturminister Guido Beermann laut Mitteilung.

Mit der Reaktivierung der seit Jahrzehnten stillliegenden Stammbahn zwischen dem Potsdamer Platz in Berlin über Zehlendorf und Griebnitzsee nach Potsdam sollen vor allem Pendlerinnen und Pendler eine bessere Anbindung erhalten. Die Strecke soll unter anderem Verkehr von der überlasteten Stadtbahn nehmen, auf der zwischen dem Osten und Westen der Hauptstadt S-Bahnen, Regional- und Fernverkehrszüge unterwegs sind.

Der Korridor soll soweit wie möglich zweigleisig ausgebaut und vollständig mit Oberleitung elektrifiziert werden. In Potsdam-Griebnitzsee müssen die Bahnsteige verlängert werden. Mit dem Europaparc Dreilinden ist eine neue Station geplant. Düppel-Kleinmachnow wird den Plänen zufolge reaktiviert. Die Stationen Rathaus Steglitz und Berlin-Schöneberg sollen um einen Regionalbahnsteig erweitert werden.

Die Stammbahn ist Teil des Ausbauprojekts i2030, das zahlreiche Schienenvorhaben für den Großraum Berlin umfasst. Mit der nun geschlossenen Finanzierungsvereinbarung kann laut Verkehrssenatorin Bettina Jarasch die erste Planungsphase für die Stammbahn beginnen. Diese Phase soll bis 2026 dauern. Die Vorplanung umfasst dem VBB zufolge unter anderem technische Studien, Gutachten und Machbarkeitsanalysen.


EVN

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