Erstes Vorserienfahrzeug der neuen Berliner U-Bahn steht in Velten


BERLIN | Mehr Sitzplätze, weniger Türen: In Velten in Brandenburg wird die neue U-Bahn-Baureihe für Berlin getestet.

Der Hersteller Stadler und die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) stellten dort am Freitag ein erstes Vorserienfahrzeug mit vier Wagen und 88 Sitzplätzen vor. Stadler-Deutschland-Chef Jure Mikolčić betonte, dass die neuen Fahrzeuge „tailormade“, also genau auf die Wünsche der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und ihr Netz angepasst seien. „Daher ist es wichtig, sich Zeit zu lassen für die genaue Prüfung“, sagte Mikolčić.

Die ersten Fahrgäste werden voraussichtlich in etwa einem Jahr in den neuen U-Bahnen Platz nehmen können. Die Lieferung weiterer Vorserienfahrzeuge soll im Frühjahr beginnen, dann will die BVG mit den Tests beginnen. Ursprünglich sollten die Fahrzeuge schon Ende dieses Jahres ausgeliefert werden. Im Herbst 2023 soll der Probebetrieb starten – erst dann sind die Fahrzeuge im regulären alltäglichen Betrieb unterwegs.

Im Veltener Testfahrzeug ist teils schon das neue Sitzmuster zu sehen, das in den U-Bahnen künftig verbaut wird. Das sogenannte Muster der Vielfalt kommt deutlich farbenfroher daher und setzt sich deutlich von der sonst sehr aufgeräumten Optik der geräumiger wirkenden Fahrzeuge ab.

Im Berliner U-Bahn-Netz sind zwei verschiedene Fahrzeuggrößen unterwegs. Bereits getestet wird in Velten das Kleinprofil der Linien U1 bis U4 (Baureihe JK). Das Großprofil der übrigen U-Bahn-Linien (Baureihe J) folgt bei Tests und Auslieferung mit einigen Wochen Verzögerung. „Was ins kleine Fahrzeug passt, passt auch ins große“, war hier nach eigenen Angaben das Motto des Herstellers.

Die neuen Kleinprofil-Bahnen mit vier Wagen haben acht Sitzplätze mehr – denn es wurden Türen eingespart. Pro Wagen gibt es künftig vier statt sechs Türen und 88 Sitzplätze.


EVN / dpa

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