Autofahrerin ignoriert gesperrten Bahnübergang – Kollision mit Zug


GROßEUTERSDORF | Eine Auto­fahrerin hat im thüring­ischen Saale-Holz­land-Kreis im Bereich der Bahn­strecke zwischen Jena und Saalfeld einen gesperrten Bahn­über­gang befahren und so einen Bahn­unfall verursacht.

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Die 36-Jährige hatte sämtliche Absperrungen und Hinweis­schilder ignoriert und den wegen Bauarbeiten geschlossenen Bahn­übergang am Montag­morgen in der Gemeinde Groß­euters­dorf bei Kahla befahren, wie die Bundes­polizei mitteilte. Dabei fuhr sich die Frau fest. Kurz vor der Kollision mit einem nahenden Regional­zug konnte die Fahrerin ihr Auto noch verlassen – sie blieb unverletzt. Die Frau wurde aber mit einem Schock in ein Kranken­haus gebracht. Von den mehr als 90 Fahrgästen im Zug sei einer leicht verletzt worden, hieß es.

Die Bundes­polizei hat gegen die 36-Jährige ein Strafverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Infolge des Unfalls war der Strecken­abschnitt für mehr als zwei Stunden vollständig gesperrt. Mehrere Züge verspäteten sich oder fielen aus.

Polizeiangaben zufolge entstand am Auto ein Total­schaden, der Zug war demnach weiter fahrtüchtig und musste zur Reparatur. Der Schaden am Triebwagen soll sich auf rund 10.000 Euro belaufen.


letzte Aktualisierung: 12. September 2022, 23:17 Uhr | EVN | Foto: Bundespolizei
Hinweis der Redaktion: Anfänglich war nur von 20 Fahrgästen die Rede – es waren laut neueren Angaben über 90. Ebenso wurde die Zahl der Verletzten korrigiert.

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