RMV sieht Personalsituation verbessert – Ausfälle bei S8

Der Anteil der Zugausfälle wegen Personalmangels geht laut dem RMV zurück. Just am Tag der Mitteilung bremst ein Engpass wichtige Linien aus. Und Baustellen behindern weiter.

Nach Angaben des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) fallen in diesem Jahr bislang weniger S-Bahnen wegen Personalmangels aus. Der Anteil personalbedingter Ausfälle an den Zugausfällen insgesamt habe in den ersten vier Monaten dieses Jahres bei 0,2 Prozent gelegen nach 3,2 Prozent im Vorjahreszeitraum, teilte der Verkehrsverbund mit Sitz in Hofheim mit. Gleichwohl erklärte der RMV, Baustellen und die Instandhaltung von Strecken sorgten weiter für Ausfälle und Verspätungen.

Ausfälle trotz Besserung

An diesem Samstag kam es dennoch zu Ausfällen auf der wichtigen Linie S8 von Wiesbaden via Mainz, dem Frankfurter Flughafen sowie der Frankfurter City nach Hanau. Hier war zunächst kein Betrieb möglich, Züge der S9 fuhren lediglich im 60-Minuten-Takt und hielten ersatzweise zwischen Wiesbaden Hauptbahnhof und Mainz Bischofsheim an allen Unterwegshalten der Linie S8. Als Grund wurde die kurzfristige Erkrankung von Fahrpersonal angegeben.

Ringart: Personalbedingte Zugausfälle nur noch im Ausnahmefall

“Die Personalengpässe der vergangenen Jahre waren eine enorme Belastung für unsere Fahrgäste”, sagte RMV-Chef Knut Ringat. Hier sähe man inzwischen deutliche Fortschritte. “Personalbedingte Zugausfälle finden nur noch im Ausnahmefall statt, beispielsweise bei kurzfristiger Krankmeldung vor der Fahrt.” Gleichzeitig habe das hohe Baugeschehen jedoch immer stärkere Auswirkungen auf die Stabilität des Verkehrs und die Pünktlichkeit – bei steigenden Fahrgastzahlen. “Wir brauchen deshalb Tempo und breite Unterstützung für den Schienenausbau.”

2025 hatte der RMV nach eigenen Angaben mit 839 Millionen Fahrgästen einen Rekord verbucht. Die S-Bahn Rhein-Main wird demnach täglich von etwa 500.000 Menschen genutzt.

dpa / EVN