Drittes Entlastungspaket: Bundesregierung kündigt 9-Euro-Ticket-Nachfolger an – allerdings deutlich teurer


BERLIN | Die Ampelkoalition hat sich in einer Nachtsitzung auf ein neues Paket zur Unterstützung der Menschen angesichts steigender Preise geeinigt. Das Gesamtpaket ist mehr als 65 Milliarden Euro schwer.

Teil des neuen Entlastungspakets ist auch ein neues bundesweit gültiges Nahverkehrsticket – ähnlich dem 9-Euro-Ticket. So will die Bundesregierung den Ländern für ein Nachfolgeticket jährlich 1,5 Milliarden Euro zusätzlich geben, aber nur „wenn die Länder mindestens den gleichen Betrag zur Verfügung stellen“. Die Ampelparteien verwiesen in ihrem Beschlusspapier auf Diskussionen, die derzeit stattfinden – wobei ein neues Ticket wohl zwischen 49 bis 69 Euro pro Monat kosten dürfte. Ziel sei ein „preislich attraktives Ticket“ in diesem Rahmen. Ab wann die neue Fahrkarte verfügbar sein soll, ist noch offen.

Die Spitzen von SPD, Grünen und FDP hatten etwa 18 Stunden lang bis zum Sonntagmorgen über Details eines neuen Entlastungspakets verhandelt. Bundeskanzler Olaf Scholz betonte, mit den ersten beiden früher im Jahr beschlossenen Paketen komme man nun auf insgesamt 95 Milliarden Euro. Es gehe um sehr viel Geld, aber die Ausgaben seien notwendig. Es gehe darum, „unser Land sicher durch diese Krise zu führen“, sagte Scholz.

So sollen unter anderem übermäßige Gewinne am Strommarkt abgeschöpft und Haushalte durch eine sogenannte „Strompreisbremse“ entlastet werden. Auch sollen Rentner und Studenten von Einmalzahlungen profitieren. Zudem sollen Bezieher von Wohngeld für die Heizperiode September bis Dezember einmalig ein Heizkostenzuschuss erhalten. Das Kindergeld soll ebenfalls steigen.

Verkehrsminister Wissing will Nachfolgelösung für 9-Euro-Ticket spätestens ab Anfang 2023


EVN / dts Nachrichtenagentur / dpa | Foto: EVN
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