Ausbau der ehemaligen Ostbahn – Berater sollen Stufenplan erstellen


BERLIN | Berlin und Brandenburg starten einen neuen Anlauf bei ihren Bemühungen um Bundesmittel für den Ausbau der ehemaligen sogenannten Ostbahn von Berlin ins polnische Kostrzyn (Küstrin).

Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) habe ein externes Planungsbüro beauftragt, einen Plan „für einen stufenweisen Ausbau“ der Strecke zu erstellen, teilte der VBB am Dienstag mit. Dann könne das Vorhaben in Förderprogramme des Bundes und der EU aufgenommen werden.

Die Länder und der VBB wollen die Regionalbahnlinie 26 von Berlin über Müncheberg (Mark) bis nach Polen durchgehend zweigleisig ausbauen und vollständig elektrifizieren. Züge sollen auf der Verbindung dann bis zu 160 Kilometer pro Stunde erreichen können.

Das Infrastrukturprojekt hat vor allem angesichts der Ansiedlung des Autobauers Tesla in Brandenburg an Bedeutung gewonnen: Der VBB warnt aufgrund der vielen neuen pendelnden Beschäftigten auf der Strecke des Regionalexpress 1 vor einer Überlastung. Eine gut ausgebaute Strecke Berlin–Kostrzyn könne hier sowohl für den Güter- als auch für den Personenverkehr Entlastung bieten.

Länder und Verkehrsverbund versuchen schon seit einigen Jahren, für den Ausbau Mittel vom Bund zu bekommen – bislang vergeblich. Das auszuarbeitende Stufenkonzept sieht nun unter anderem die Ablösung aller Dieselfahrzeuge bis 2036 vor, sei es durch Elektrifizierung der Strecke oder durch den Einsatz alternativer Antriebe wie Wasserstoff- oder Batteriezüge. Erst nach 2036 geht es dann um den vollständigen zweigleisigen Ausbau und durchgehende Oberleitungen.

Die Erarbeitung des Stufenplans soll laut VBB bis Anfang 2023 abgeschlossen sein.


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