Deutsche Bahn baut Maßnahmen gegen Gewalt und Angriffe aus

Mit neuen Bodycam-Funktionen, Schutzausrüstung und verstärkten Sicherheitskonzepten will die Bahn ihre Mitarbeitenden und Fahrgäste besser schützen. Zudem soll bis Mitte Oktober ein Alkoholkonsumverbot an bundesweit 5.400 Bahnhöfen umgesetzt werden.

Die Deutsche Bahn hat weitere Maßnahmen zum Schutz von Mitarbeitenden und Fahrgästen vor Gewalt und Angriffen angekündigt. Wie das Unternehmen mitteilte, soll am 18. September in Mannheim eine Gedenktafel für den im Februar 2026 bei einem Angriff in einem Regionalzug getöteten DB-Mitarbeitenden Serkan Çalar eingeweiht werden. An der Veranstaltung zum „Tag des Respekts“ sollen unter anderem Bahnchefin Evelyn Palla und Bundesverkehrsminister Steffen Bilger teilnehmen.

DB Regio Mitte will ab dem 5. Oktober die Tonaufzeichnung bei Bodycams testen. Nach Unternehmensangaben haben bereits mehr als 90 Prozent der DB-Regio-Mitarbeitenden eine Bodycam-Schulung absolviert. Zusätzlich erprobt die DB neue Schutzausrüstung, darunter Schutzhelme für eine mobile Unterstützungsgruppe und stichhemmende Westen für Kundenbetreuer.

Bis Ende 2026 sollen zudem auf ausgewählten Strecken Doppelbesetzungen, Teams aus Kundenbetreuern und Sicherheitskräften sowie gemeinsame Prüfgruppen erprobt werden. Ein bundesweites Alkoholkonsumverbot an DB-Bahnhöfen soll schrittweise bis zum 15. Oktober umgesetzt werden.

Darüber hinaus plant die DB einen digitalen Videozugriff für die Bundespolizei, eine Unterstützungs-App für Mitarbeitende sowie weitere Maßnahmen zur Stärkung des strafrechtlichen Schutzes von Beschäftigten im öffentlichen Personenverkehr.

EVN