Bahnhof Straßwalchen wird für 65 Millionen Euro umgebaut

In Straßwalchen hat der umfassende Umbau des Bahnhofs begonnen. Bis Ende 2028 sollen neue Bahnsteige, ein Personendurchgang, überdachte Wartebereiche und digitale Informationssysteme entstehen. ÖBB, Land Salzburg und Gemeinde investieren dafür rund 65 Millionen Euro.

Mit einem offiziellen Spatenstich ist der Umbau des Bahnhofs Straßwalchen zu einem modernen Verkehrsknotenpunkt gestartet. Die Fertigstellung ist bis Ende 2028 vorgesehen. Nach Angaben der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) investieren das Unternehmen, das Land Salzburg und die Gemeinde Straßwalchen insgesamt rund 65 Millionen Euro in das Projekt. Geplant sind ein neuer Personendurchgang, zwei Inselbahnsteige mit einer Kantenhöhe von 55 Zentimetern sowie überdachte Wartebereiche und moderne Fahrgastinformationssysteme.

Die bisherigen schmalen und niedrigen Mittelbahnsteige mit Zugang über die Gleise sollen damit ersetzt werden. Neue Lautsprecher und digitale Anzeigen sollen Informationen in Echtzeit ermöglichen.

Auch die Anbindung an andere Verkehrsmittel wird verbessert. Neben dem Bahnhofsvorplatz entsteht eine Bike&Ride-Anlage mit 80 Stellplätzen. Die Bushaltestellen werden angepasst, während die bestehende Park&Ride-Anlage erhalten bleibt. Acht Stellplätze sollen für eine spätere Ausstattung mit Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge vorbereitet werden.

Der Umbau soll zudem langfristig mehr Potenzial für den Nahverkehr schaffen, abhängig von weiteren Projekten wie der Neubaustrecke zwischen Köstendorf und Salzburg. Die Bereiche für den Güterverkehr werden vom Personenverkehr getrennt und das bestehende Ladegleis für eine effizientere Verladung, etwa von Holz, angepasst.

Ein neues elektronisches Stellwerk soll künftig die Steuerung von Weichen und Signalen aus der Betriebsführungszentrale in Salzburg ermöglichen. Zusätzlich werden die Überdachungen der Bahnsteige und der Bike&Ride-Anlage als Glasdächer mit Photovoltaik-Funktion ausgeführt. Das Dach des Technikgebäudes wird für eine spätere PV-Anlage vorbereitet.

Die Arbeiten erfolgen größtenteils bei laufendem Zugverkehr. Für den Personendurchgang werden temporäre Hilfsbrücken errichtet. Zudem sollen Eisenbahnbrücken verbreitert und die Stadelbergerstraße verlegt werden, wodurch ab September lokale Sperren und Umleitungen möglich sind.

EVN