VRR präsentiert neue batterieelektrische Züge für Niederrhein und Münsterland

Mehr Kapazität, lokal emissionsfreier Betrieb und moderne Ausstattung: Der VRR hat auf der Niederrheinkonferenz in Neuss erstmals neue batterieelektrische Regionalzüge vorgestellt, die ab 2027 Dieseltriebzüge ersetzen sollen.

Im Rahmen der dritten Niederrheinkonferenz 2026 in Neuss hat der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) erstmals seine neuen batterieelektrischen Triebzüge für das Niederrhein-Münsterland-Netz vorgestellt. Rund 150 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verkehrsbranche und Wirtschaft nahmen an der Veranstaltung im Zeughaus Neuss teil, bei der neben der Fahrzeugpremiere auch zentrale Zukunftsfragen der Mobilität in der Region diskutiert wurden.

Die neuen batterieelektrischen Triebzüge, sogenannte BEMU-Fahrzeuge, stammen vom spanischen Hersteller CAF und sollen künftig Dieseltriebzüge im regionalen Schienenverkehr ersetzen. Die Fahrzeuge fahren lokal emissionsfrei und verfügen über integrierte Energiespeicher, die einen Betrieb auch auf nicht elektrifizierten Strecken ohne Oberleitung ermöglichen. Damit sollen insbesondere Strecken im Niederrhein-Münsterland-Netz nachhaltiger betrieben werden.

Nach Angaben des VRR bieten die neuen Fahrzeuge je nach Ausführung bis zu 160 Sitzplätze und damit mehr Kapazitäten als die derzeit eingesetzten Züge. Zudem verfügen sie über barrierefreie Einstiege, klimatisierte Fahrgastbereiche und sollen mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 140 Kilometern pro Stunde einen stabileren Betrieb ermöglichen. Die schrittweise Inbetriebnahme der neuen Fahrzeuge ist ab Dezember 2027 vorgesehen.

Oliver Wittke bezeichnete das Vorhaben als bundesweit größtes Beschaffungsprojekt für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben im Schienenpersonennahverkehr. Ziel sei es, klimafreundlichere Mobilität mit mehr Komfort und Kapazität zu verbinden und gleichzeitig den Dieselbetrieb in der Region schrittweise abzulösen.

Neben der Vorstellung der Fahrzeuge standen auf der Konferenz weitere Themen der öffentlichen Mobilität im Fokus. Diskutiert wurden unter anderem die Weiterentwicklung des ÖPNV-Angebots, das XBus-Netz, die geplante Tarifreform im VRR sowie Fragen der Finanzierung und nachhaltige Mobilitätskonzepte im Zusammenhang mit der Landesgartenschau 2026.

Foto: VRR

EVN