Absichtserklärung für Direktverbindung zwischen Schweiz und London unterzeichnet

Die SBB, SNCF und Eurostar haben eine Absichtserklärung für eine mögliche Direktverbindung zwischen der Schweiz und London unterzeichnet. Die Bahnverbindung könnte frühestens in den 2030er Jahren Realität werden.

Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), die französische Bahngesellschaft SNCF Voyageurs und Eurostar treiben die Planungen für eine direkte Bahnverbindung zwischen der Schweiz und London voran. Wie die Unternehmen mitteilten, wurde nun eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet. Diese soll die Grundlage für die weitere Zusammenarbeit bei der möglichen Einführung eines Direktzugs bilden.

Nach Angaben der Beteiligten besteht ein großes Marktpotenzial für internationale Bahnreisen zwischen der Schweiz und dem Vereinigten Königreich. Geplant sind Direktverbindungen mit Fahrzeiten von rund sechs Stunden zwischen Zürich und London, fünf Stunden zwischen Basel und London sowie etwa fünfeinhalb Stunden zwischen Genf und London.

Die Verbindung soll über Frankreich führen. SNCF Voyageurs arbeitet bereits eng mit der SBB zusammen, während Eurostar seit Jahrzehnten Bahnverbindungen durch den Ärmelkanal betreibt. In einem nächsten Schritt wollen die Unternehmen mögliche Fahrpläne und Betriebskonzepte analysieren.

Vor einer möglichen Umsetzung müssen jedoch noch zahlreiche Voraussetzungen erfüllt werden. Dazu zählen unter anderem Fragen zu Grenz- und Einreiseformalitäten, notwendige Infrastrukturmaßnahmen, zwischenstaatliche Vereinbarungen sowie die Verfügbarkeit geeigneter Züge und Trassen. Nach Angaben der Partner wäre eine Einführung frühestens im Laufe der 2030er Jahre möglich.

Bereits im Mai 2025 hatten der Schweizer Verkehrsminister Albert Rösti und die britische Verkehrsministerin Heidi Alexander eine Absichtserklärung für ein entsprechendes zwischenstaatliches Abkommen unterzeichnet.

EVN