Baurecht für Bahnausbau von Strecke Hof–Martinlamitz in Nordbayern

Die Deutsche Bahn hat grünes Licht für den Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke Hof–Martinlamitz erhalten. Das Projekt gilt als wichtiger Schritt für mehr Kapazität, bessere Verbindungen und kürzere Fahrzeiten in Nordbayern.

Für den Ausbau der Bahnstrecke zwischen Hof und Martinlamitz liegt Baurecht vor. Wie die Deutsche Bahn kürzlich mitteilte, hat das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) das Planfeststellungsverfahren abgeschlossen. Damit ist der erste Abschnitt des Bahnprojekts Ostkorridor Süd sowie der Franken-Sachsen-Magistrale genehmigt.

Die rund 25 Kilometer lange Strecke soll umfassend modernisiert, ausgebaut und vollständig elektrifiziert werden. Geplant sind unter anderem ein drittes Gleis zwischen Hof und Oberkotzau, neue Oberleitungen sowie umfangreiche Maßnahmen für Lärmschutz und Barrierefreiheit. Auch der Hauptbahnhof Hof wird mit neuen Aufzügen und einem modernisierten Personentunnel ausgebaut.

Nach Angaben der Infrastrukturtochter DB InfraGO soll das Projekt die Kapazität erhöhen und die Zuverlässigkeit im Bahnverkehr deutlich verbessern. Zudem schafft die Elektrifizierung die Grundlage für klimafreundlichere Antriebe und weitere Ausbaumaßnahmen in der Region.

Im Rahmen des Deutschlandtakts könnten sich die Fahrzeiten zwischen Hof und Regensburg um rund 20 Minuten verkürzen. Auch neue Fernverkehrsverbindungen, etwa zwischen München und Dresden mit zusätzlichen Halten in Nordbayern, werden perspektivisch möglich.

Der Baustart hängt laut Bahn von der Finanzierung durch den Bund ab. Parallel sollen weitere Abschnitte des Ostkorridors Süd und der Franken-Sachsen-Magistrale geplant werden.

EVN