Im Januar haben Unbekannte mit einem Metallteil in Essen eine Lok entgleisen lassen. Die Ermittler suchen weiter nach den Tätern – glauben aber nicht an einen politisch motivierten Anschlag.
Gut zwei Monate, nachdem ein Metallteil auf den Gleisen in Essen eine Lok zum Entgleisen gebracht hat, haben die Ermittler noch keinen Täter ermitteln können. Hinweise auf einen politischen Hintergrund der Tat hätten sich nicht ergeben, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Ermittelt wird weiter wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.
Der oder die unbekannten Täter hatten Mitte Januar eine Metallschelle auf der Schiene angebracht. Als der Güterzug darüberfuhr, entgleiste die Lok und kam erst nach einigen Hundert Metern zum Stehen. Der Güterzug hatte nach Angaben der Polizei Gefahrstoffe geladen. Allerdings blieben die Waggons unbeschädigt, niemand wurde verletzt.
Zuletzt war am Wochenende in Kamen ein Zug in mehrere Betonplatten gefahren, die auf die Gleise gelegt worden waren. Der Regionalexpress war nach der Kollision nicht mehr fahrbereit. Die insgesamt 309 Fahrgäste wurden mit einem Ersatzzug von der Unfallstelle weggebracht. Hinweise auf einen Zusammenhang der beiden Taten gab es zunächst nicht.
dpa / EVN
