VAG Nürnberg kritisiert Warnstreiks als “völlig unverhältnismäßig”

Wegen der angekündigten Warnstreiks wird es in den kommenden Tagen unter anderem in Nürnberg zu massiven Einschränkungen bei U-Bahn, Straßenbahn und Busverkehr kommen. Die VAG kritisiert den Arbeitskampf scharf.

Deutliche Kritik übt die VAG Nürnberg an den erneuten Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi im bayerischen Nahverkehr. Vorstandssprecher Tim Dahlmann-Resing bezeichnete die Arbeitsniederlegungen als „völlig unverhältnismäßig“. Auch Arbeitsdirektorin Magdalena Weigel äußerte Unverständnis für die Forderungen der Gewerkschaft. Diese lägen mit rund 25 Prozent deutlich über dem, was die Verkehrsunternehmen leisten könnten. Eine Umsetzung würde nach Angaben der VAG zu steigenden Ticketpreisen und Einschnitten im Angebot führen.

Konkret betroffen ist Nürnberg am Freitag und Samstag (20. und 21. März). In dieser Zeit wird der reguläre Betrieb weitgehend eingestellt: U-Bahn und Straßenbahn fahren nicht, der Busverkehr wird auf ein eingeschränktes Angebot reduziert.

Die verkehrenden Buslinien sollen im 60-Minuten-Takt vom Hauptbahnhof aus fahren, teilweise verdichtet auf 30 Minuten. Vereinzelte Buslinien fahren weitgehend regulär. Bereits zuvor hatte es mehrere Streiktage mit eingeschränktem Angebot gegeben.

Ein erster Warnstreik beginnt bereits am Mittwochabend in der Buswerkstatt, soll aber zunächst keine Auswirkungen auf den Fahrgastbetrieb haben. Ab Sonntag (22. März) rechnet die VAG wieder mit einem normalen Betrieb.

Nach Unternehmensangaben seien Fahrgäste bereits zum vierten Mal von Warnstreiks betroffen, insgesamt habe es sechs Tage mit stark eingeschränktem Angebot gegeben. Der Vorstand betont, dass der öffentliche Nahverkehr Teil der Daseinsvorsorge sei und viele Menschen auf verlässliche Verbindungen angewiesen seien.

Neben Nürnberg sind in diesen Tagen auch weitere Städte von Streiks im Nahverkehr betroffen, darunter München, Augsburg, Regensburg, Bamberg, Bayreuth, Passau und Landshut.

EVN