Die Bahnstrecke zwischen Cottbus und Görlitz soll laut Planung zweigleisig und elektrifiziert werden. Dabei müsse es bleiben, fordern die Kommunen – und äußern ihre Befürchtungen.
Die Lausitzer Kommunen pochen auf einen vollständigen zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke Cottbus–Görlitz in Sachsen. Eine Verringerung auf eine eingleisige Strecke an der Grenze zwischen Brandenburg und Sachsen wäre ein schwerer Rückschlag für den Strukturwandel und die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Lausitz, hieß es in einer Mitteilung der Lausitzrunde.
Die Kommunen fürchten angesichts leerer Kassen in Sachsen, dass der Ausbau infrage stehen könnte. Das letzte Wort sei dazu aber noch nicht gesprochen. Die Kommunen verlangten von den Landesregierungen Brandenburgs und Sachsens sowie von der Bundesregierung, die Finanzierung des Gesamtprojektes sicherzustellen.
Für die Bürgermeister sei der zweigleisige Ausbau der Strecke eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der Region, hieß es in der Mitteilung weiter. Sie sei unverzichtbar, um Unternehmen anzusiedeln, Fachkräfte zu gewinnen und an Berlin und an europäische Wirtschaftsräume angebunden zu sein.
Wie die Bahn auf ihrer Internetseite schreibt, soll die Strecke auf zwei Gleise ausgebaut und elektrifiziert werden. Durch den Ausbau sollen Züge auf der Strecke mit Tempo 160 fahren können. Die Elektrifizierung zwischen dem Bahnhof Görlitz und der polnischen Grenze befindet sich bereits im Bau und soll 2027 abgeschlossen sein. Die Hauptbaumaßnahmen sollen Anfang der 2030er-Jahre starten. Vollständig in Betrieb genommen werden solle die Strecke in den 2040er-Jahren.
dpa / EVN
