Entlang der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Augsburg und München laufen seit Ende Mai Bauarbeiten an den Schallschutzwänden. Die Deutsche Bahn will ältere Elemente bis 2029 schrittweise durch langlebigere Materialien ersetzen.
Die Deutsche Bahn hat mit der Erneuerung von Schallschutzwänden entlang der Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Augsburg und München begonnen. Wie es in einer Mitteilung heißt, starteten die Bauarbeiten am 22. Mai zunächst in den Bereichen Kissing und Mering. Insgesamt soll sich die Modernisierung der Lärmschutzanlagen auf die Jahre 2026 und 2029 erstrecken. Ziel des Projekts ist es, ältere und teilweise noch aus den späten 1990er-Jahren stammende Bauelemente schrittweise auszutauschen und die langfristige Stabilität der Anlagen sicherzustellen.
Nach Angaben der Deutschen Bahn wurde die Strecke Augsburg–München zwar 2011 für den Hochgeschwindigkeitsverkehr in Betrieb genommen, einzelne Schallschutzabschnitte basieren jedoch auf älteren Konstruktionen aus einer frühen Entwicklungsphase des Lärmschutzes an Bahnstrecken. Die damals verwendeten Materialien hätten sich unter den Belastungen des Hochgeschwindigkeitsverkehrs langfristig als weniger geeignet erwiesen.
Im Zuge der Arbeiten ersetzt DB InfraGO sowohl einzelne Elemente als auch komplette Abschnitte der Schallschutzwände über mehrere hundert Meter. Neben den Wandsegmenten werden örtlich auch Rettungstüren, Stützwände und Oberleitungsmasten erneuert. Künftig sollen Aluminium-Elemente eingesetzt werden, die laut Bahn eine längere Lebensdauer aufweisen und mindestens den bisherigen Schallschutz gewährleisten.
Die Arbeiten erfolgen überwiegend nachts, während tagsüber vor allem vorbereitende Maßnahmen stattfinden. Die Bahn weist darauf hin, dass es durch die abschnittsweise wandernde Baustelle punktuell zu Lärmbelastungen kommen kann. Die Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte werde durch Gutachter kontrolliert. Für den Bahnverkehr sind zeitweise Einschränkungen möglich, darunter langsamere Geschwindigkeiten und verlängerte Fahrzeiten.
Ein Schienenersatzverkehr sei jedoch nicht erforderlich, da die Strecke während der Bauarbeiten eingleisig befahrbar bleibt. Für das Gesamtprojekt investieren Bund und Deutsche Bahn nach eigenen Angaben einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag.
EVN
