Bodycams bei Zugbegleitern tragen laut Deutscher Bahn zur Deeskalation bei. Bereits der Hinweis auf die Aktivierung könne Konflikte entschärfen, heißt es in einer Antwort der Bundesregierung.
Der Einsatz von Bodycams bei Zugbegleitern zeigt nach Angaben der Deutschen Bahn eine deeskalierende Wirkung. Wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der AfD-Fraktion im Bundestag hervorgeht, würden sich Konfliktsituationen häufig bereits durch den Hinweis auf die Aktivierung entspannen. Übergriffe auf Mitarbeitende träten demnach nur noch in Ausnahmefällen auf, sofern Bodycams vorhanden seien.
Aktuell nutzten rund 1.400 von etwa 5.500 Kundenbetreuern im Nahverkehr entsprechende Geräte. Dies entspreche einer Ausstattungsquote von rund 26 Prozent. Die Angaben stützen sich auf Informationen der Deutschen Bahn. Die Maßnahme gilt als Teil von Bemühungen zur Erhöhung der Sicherheit des Zugbegleitpersonals.
Die Bahn hatte jüngst angekündigt, Kundenbetreuer in den Zügen und an Bahnhöfen mit Bodycams auf freiwilliger Basis ausstatten zu wollen. Die Kamera wird an der Dienstkleidung getragen. Anfang Februar war ein 36-jähriger Zugbegleiter in einem Regionalzug angegriffen worden und anschließend verstorben. Die Tat löste großes Entsetzen aus.
EVN
