In Nordfrankreich sind ein Lkw und ein TGV-Zug zusammengestoßen. Der Lokführer stirbt, mehrere Reisende werden verletzt. Was über den Unfall bei Nœux-les-Mines bekannt ist.
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Ein TGV-Schnellzug mit 246 Reisenden ist in Nordfrankreich mit einem Lkw zusammengestoßen und entgleist. Nach Angaben der Behörden kam der Lokführer ums Leben und 16 Reisende wurden verletzt, zwei davon schwer. Der Unfall ereignete sich am Dienstagmorgen um kurz vor 7.00 Uhr auf einem Bahnübergang in der Ortschaft Bully-les-Mines. Dabei erfasste der Zug den Auflieger des Lkw, der mit einer mobilen Brücke für die Armee beladen war. Der TGV, der auf dem Weg von Dunkerque nach Paris war, sei mit ungefähr 160 Kilometern pro Stunde unterwegs gewesen.
Die Bahnschranken hätten einwandfrei funktioniert, sagte Jean Castex, Chef der französischen Bahngesellschaft SNCF. Er und Frankreichs Verkehrsminister Philippe Tabarot waren vor Ort, um sich ein Bild von dem Unglück zu machen. Die Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz. Der Fahrer des Lkw kam in Polizeigewahrsam.
Auf Fotos, die ein Verantwortlicher der Bahngewerkschaft teilte, war der schwerbeschädigte und entgleiste Triebkopf des Zuges zu sehen. Vor einer Woche erst sei auf einem Bahnübergang ein Schwertransport für die Armee stecken geblieben, meinte der Gewerkschafter.
Für Erschütterung sorgte in Frankreich der Tod des Lokführers, nach Medienberichten ein vierfacher Vater, der kurz vor der Pensionierung stand. SNCF-Chef Castex würdigte ihn als einen äußerst erfahrenen Eisenbahner.
dpa / EVN
