Zweiter Warnstreik-Tag legt Nahverkehr in vielen Städten weiter lahm

Auch am zweiten Tag des Warnstreiks kommt es bundesweit zu massiven Einschränkungen im Nahverkehr. In Berlin stehen U-Bahnen, Trams und viele Busse still, in anderen Regionen ist die Lage unterschiedlich. Verdi erhöht im Tarifkonflikt den Druck auf die Arbeitgeber.

Der von der Gewerkschaft Verdi ausgerufene Warnstreik im kommunalen Nahverkehr hat am Samstag bundesweit zu erheblichen Einschränkungen geführt. In Berlin standen U-Bahnen, Straßenbahnen und die meisten Busse der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) weiterhin still. Der 48-stündige Ausstand soll erst am Sonntagmorgen enden. S- und Regionalbahnen sind nicht betroffen.

In Teilen Brandenburgs rollte der Verkehr wieder, etwa in Potsdam und Frankfurt (Oder). In Hessen kam es unter anderem in Frankfurt, Wiesbaden, Kassel, Gießen und Marburg zu Ausfällen, teils mit unterschiedlich starker Beteiligung. Auch in Bayern, darunter in München, Nürnberg und Augsburg, sowie in Nordrhein-Westfalen mit Städten wie Köln, Düsseldorf und Dortmund, blieb der Fahrplan deutlich ausgedünnt. Nach Gewerkschaftsangaben beteiligten sich allein in NRW mehr als 7.000 Beschäftigte.

Der Arbeitskampf richtet sich gegen zahlreiche kommunale Verkehrsunternehmen in allen 16 Bundesländern. Verdi fordert unter anderem kürzere Arbeitszeiten, längere Ruhezeiten sowie höhere Zuschläge und deutliche Entgelterhöhungen. Die Arbeitgeber verweisen auf angespannte Haushaltslagen und halten die Forderungen für finanziell nicht umsetzbar. Weitere Verhandlungen sind für die kommenden Tage angekündigt.

EVN