Peter Hanke, der österreichische Verkehrsminister, will die ÖBB-Struktur grundlegend reformieren. Ziel sind mehr Effizienz, stärkere Kundenorientierung und größerer Handlungsspielraum. Ein Konzept soll binnen zwei Monaten vorliegen, der Start ist für Anfang 2027 geplant.
Österreichs Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) hat eine umfassende Reform der Österreichischen Bundesbahnen angekündigt. Ziel sei es, den Konzern effizienter aufzustellen und stärker auf die Bedürfnisse der Fahrgäste auszurichten. Aufsichtsrat und Vorstand wurden beauftragt, innerhalb von zwei Monaten ein Konzept für eine Neustrukturierung bis 2040 vorzulegen. Die Umsetzung ist für Anfang 2027 vorgesehen.
Im Fokus steht eine mögliche Anpassung des Bundesbahngesetzes, das die Konzernstruktur seit 2003 regelt. Derzeit gliedern sich die ÖBB in eine Holding sowie die Bereiche Personenverkehr, Güterverkehr (Rail Cargo Austria) und Infrastruktur. Laut Hanke schränken gesetzliche Vorgaben die Flexibilität ein. Künftig sollen Doppelgleisigkeiten reduziert und Entscheidungsprozesse beschleunigt werden. Ein Sparprogramm oder Stellenabbau seien nicht geplant.
ÖBB-CEO Andreas Matthä begrüßte die Initiative. Eine Reform könne den unternehmerischen Spielraum erweitern und die Wettbewerbsfähigkeit angesichts wachsender Nachfrage, zunehmenden Wettbewerbs und fortschreitender Digitalisierung stärken. Angestrebt wird, die ÖBB resilienter zu machen und langfristig als integrierten Konzern zu positionieren.
EVN
