Allianz pro Schiene mahnt zügigen Ausbau des Schienennetzes an

Die Allianz pro Schiene warnt davor, das Wachstum des Schienenverkehrs durch fehlende Infrastruktur auszubremsen. Trotz Investitionsstaus sei die Nachfrage im Personen- und Güterverkehr seit 2005 deutlich stärker gestiegen als bei anderen Verkehrsträgern.

Die Allianz pro Schiene fordert die Bundesregierung auf, den Ausbau des Schienennetzes deutlich zu beschleunigen, um das anhaltende Nachfragewachstum nicht zu gefährden. Wie der Verband unter Verweis auf die Publikation ‘Verkehr in Zahlen’ des Bundesverkehrsministeriums mitteilte, ist die Verkehrsleistung im Personen- und Güterverkehr auf der Schiene zwischen 2005 und 2024 um mehr als 40 Prozent gestiegen und damit stärker als die Verkehrsnachfrage insgesamt.

Nach Einschätzung der Allianz pro Schiene zeigt die Entwicklung, dass der Schienenverkehr trotz jahrelangen Sparkurses, veralteter Infrastruktur und zahlreicher Baustellen erhebliches Wachstumspotenzial besitzt. Geschäftsführer Dirk Flege sieht den verzögerten Aus- und Neubau der Infrastruktur zunehmend als Wachstumsbremse und fordert ein entschlossenes politisches Gegensteuern.

Mit dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität stehe grundsätzlich ein Instrument für zusätzliche Investitionen zur Verfügung. Notwendig seien nun ein rasch erarbeiteter Infrastrukturplan sowie eine verlässliche, mehrjährige Finanzierung. “Die Menschen in Deutschland haben ein besseres Schienennetz verdient, und die Wachstumszahlen zeigen: Die Nachfrage ist da”, betonte Flege. Nun sei die Bundespolitik gefordert, ihre Prioritäten gleichermaßen am Klimaschutz sowie an den Bedürfnissen der Menschen auszurichten.

EVN