Wer seinen Hund in Bus oder Bahn mitnehmen möchte, steht oft vor der Frage: Braucht das Tier ein Ticket – und wenn ja, zu welchem Preis? Eine neue Online-Übersicht soll Klarheit schaffen.
Die Mitnahme von Hunden im öffentlichen Nahverkehr ist in Deutschland weiterhin uneinheitlich geregelt. Je nach Verkehrsverbund gelten unterschiedliche Bestimmungen, ob ein Ticket nötig ist oder Tiere kostenfrei mitfahren. Zum Jahresbeginn wurden vielerorts Tarife und Regelungen angepasst, was für Fahrgäste und Hundebesitzer zusätzliche Unsicherheit bringt. Abhilfe soll die Website hundeticket.de von Marc Le Large schaffen.
Hundebesitzer können sich so einen Überblick verschaffen, wie die Mitnahmeregeln und Preise für Busse, Straßenbahnen und Züge im jeweiligen Verkehrsverbund aussehen. In einigen Regionen fahren kleine Hunde gratis, während größere Tiere oft eine Kinder- oder Kurzstreckenkarte benötigen. Auch Maulkorb- und Leinenpflicht unterscheiden sich je nach Verbund.
Wie der Betreiber der Internetseite gegenüber Bahnblogstelle erläuterte, würden die Preise in den Verbünden, wo ein Hund mitgenommen werden kann, sehr variieren. So bieten einzelne Verbünde – beispielsweise in Sachsen oder die ÜSTRA in Hannover – ein Deutschlandticket-Plus für einen monatlichen Zusatzpreis von rund 10 Euro an. Danach gehe es laut Le Large sprunghaft nach oben – etwa beim Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN), Verkehrsverbund Mittelthüringen (VMT) oder dem Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV). Das einzige Land, dass er als “flächig unflexibel” beschreibt, sei der Norden. Denn im Gebiet NAH.SH gebe es kein Zeitticket.
Der Betreiber des Portals will mit seiner Übersicht Transparenz schaffen und Fehlbuchungen vermeiden helfen.
EVN
