Dampflok „Wilde Hilde“ neue Attraktion der Meuselwitzer Kohlebahnen


MEUSELWITZ | Ausflug unter Dampf: Zu Pfingsten konnten erstmals Gäste mit einer restaurierten Dampflok des Kohlebahnenvereins in Meuselwitz nach Sachsen fahren.

Nach aufwendiger Restaurierung ist zu Pfingsten erstmals die Dampflok „Wilde Hilde“ des Meuselwitzer Kohlebahnenvereins für Gästefahrten von Thüringen nach Sachsen geschnauft. Rund 230 Fahrgäste nutzten bei durchwachsenem Wetter am Samstag und Sonntag das Angebot, wie der Vereinsvorsitzende Karsten Waldenburger sagte. Die knapp 15 Kilometer lange Strecke von Meuselwitz im Altenburger Land bis ins sächsische Regis-Breitingen konnten die Passagiere auch in einem offenen Wagen zurücklegen.

Die Schmalspurdampflok des Typs KDL 10 stammt aus dem Jahr 1944. Für die Spurweite von 900 Millimeter der Bahnen in den Kohlerevieren seien nur wenige Lokomotiven gebaut worden, erklärte Waldenburger. Der Verein habe die historische Lokomotive im Jahr 2000 von einem privaten Sammler übernommen und in den vergangenen Jahren in unzähligen ehrenamtlichen Arbeitsstunden wieder betriebsbereit gemacht. Rund 350.000 Euro seien dafür aufgewendet worden.

Künftig soll die „Wilde Hilde“ monatlich jeweils an einem Wochenende durch die Bergbaufolgelandschaft dampfen. Mit der Dampflok hat der Verein nach eigenen Angaben nunmehr fünf betriebsbereite Loks. Bis zu 15.000 Fahrgäste im Jahr unternehmen laut dem Verein einen Ausflug mit den Kohlebahnen.


dpa / EVN