Mecklenburg-Vorpommern: Studierende im Landesosten wollen kein 29-Euro-Deutschlandticket


SCHWERIN | Ab April können viele Studierende das Deutschlandticket für 29 statt 49 Euro bekommen. Aber nicht überall gibt es das. In Teilen von Mecklenburg-Vorpommern haben sich die Studenten sogar dagegen ausgesprochen.

Die Studierenden der Uni Rostock bekommen es, jene in Stralsund nicht. An der Universität Greifswald und an der Hochschule Stralsund haben sie sich sogar mehrheitlich dagegen ausgesprochen. Die Rede ist vom 29-Euro-Deutschlandticket, dessen Einführung an den Hochschulen zum bevorstehenden Sommersemester möglich ist. Der Haken: Es handelt sich um ein solidarisches Semesterticket, das entweder alle Studierenden einer Hochschule nehmen müssen oder keiner. Darauf hatten sich Bund und Länder geeinigt.

Die Uni Rostock setzt das bundesweit gültige Semesterticket um, wie es auf der Internetseite heißt. Die Uni Greifswald und die Hochschulen Neubrandenburg und Stralsund tun dies hingegen nicht. „In Greifswald und Neubrandenburg gab es Urabstimmungen unter den Studierenden“, berichtete eine Sprecherin des Studierendenwerkes. „In beiden Fällen haben sich die Studierenden gegen die Einführung des Semestertickets entschieden.“ Daraufhin sei das Ticket für den gesamten Zuständigkeitsbereich des Studierendenwerkes Greifswald, das neben der Universität Greifswald auch die Hochschulen Neubrandenburg und Stralsund umfasst, nicht eingeführt worden.

Zu den Gründen für die Ablehnung hat die Sprecherin Vermutungen. „Ich kann mir in unseren Fällen vorstellen, dass der ÖPNV einfach zu wenig ausgebaut ist und zu wenig genutzt wird, als dass es sich für den Großteil der Studierenden lohnen würde“, erklärte sie. Es gebe keine U-, S- oder Straßenbahnen – nur Busse und den Zugverkehr. „In unseren kleinen Städten ist dann doch noch alles ganz gut mit dem Rad zu erreichen.“


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dpa