Eisenbahnbrücke in Russland durch Explosion beschädigt


SAMARA | Im Zuge des eigenen Angriffskriegs gegen die Ukraine beklagt Russland immer wieder Anschläge im eigenen Hinterland. Nun wurde eine Brücke in der Nähe einer Rüstungsfabrik beschädigt.

Bei einer Explosion im russischen Gebiet Samara an der Wolga ist nach offiziellen Angaben eine Eisenbahnbrücke beschädigt worden. „Tote und Verletzte gibt es nicht“, teilte der Geheimdienst FSB in der Region Samara am Montag der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge mit.

Das Gelände rund um die Brücke wurde demnach von Sicherheitskräften abgesperrt. Als Ursache der Explosion gilt ersten Informationen nach ein Sprengsatz. Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR bestätigte am Nachmittag die Sprengung. Ohne direkt die Verantwortung für die Aktion zu übernehmen, bezeichnete der HUR die Brücke als militärisch wichtiges Infrastrukturobjekt. Moskau habe darüber per Bahn Militärlaster und Sprengstoffe transportiert.

Der Bahnverkehr auf der Strecke zwischen der Stadt Tschapajewsk und dem Vorort Swjesda wurde vorläufig eingestellt. Beschädigt wurden sowohl die Umzäunung als auch die Stützkonstruktion der Brücke an einem Ufer des Flüsschens Tschapajewka.

Tschapajewsk ist eine Industriestadt mit etwa 70 000 Einwohnern. Als wichtigstes Unternehmen in der Stadt gilt eine Chemiefabrik, die auch mit der Herstellung von Sprengstoffen befasst ist. Tschapajewsk liegt etwa 1000 Kilometer von der Ukraine entfernt, gegen die Russland seit mehr als zwei Jahren seinen Angriffskrieg führt. Derzeit ist unklar, ob die Explosion mit dem Krieg in Zusammenhang steht.


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dpa