Tesla will neben Pendelbahn Direktverbindung nach Berlin anbieten


GRÜNHEIDE | Der E-Autobauer Tesla will neben dem im vergangenen Jahr in Betrieb genommenen Pendelzug von Erkner auf das Werksgelände in Grünheide eine direkte Bahnverbindung nach Berlin schaffen.

„Es ist unser Ziel und bereits in Planung, kurzfristig Direktfahrten nach Berlin anzubieten“, hieß es vom Unternehmen am Dienstag auf Nachfrage. Begonnen werden solle am 1. April mit einer Verbindung ab Berlin-Lichtenberg. Weitere Direktverbindungen seien in Planung, dafür sei Tesla aber von der Bahn-Infrastrukturtochter abhängig, die für die Trassenverfügbarkeit verantwortlich sei, hieß es. Zunächst hatte die Märkische Oderzeitung darüber berichtet.

Tesla produziert seit März 2022 offiziell Elektroautos in Grünheide. Den Angaben des Unternehmens zufolge sind dort rund 12.000 Mitarbeiter beschäftigt, die Mehrzahl komme aus Berlin. „Direktverbindungen nach Berlin haben den größten positiven Effekt zur Förderung von ÖPNV und einer Entlastung der Straßen um das Werk“, hieß es vom E-Autobauern nun zum Angebot.

Bislang wird die bisher einzige E-Auto-Fabrik von Tesla in Europa mit einem eigenen Pendelzugverkehr an das öffentliche Bahnnetz angebunden. Der Shuttle fährt zwischen dem Bahnhof Erkner bei Berlin und dem Werksgelände in Grünheide. Bis zu 3000 Menschen nutzen nach Unternehmensangaben die kostenlose Verbindung pro Tag.

Tesla nimmt den Ausbau der Fabrik auf dem bestehenden Gelände in den Blick. Der Autobauer will die Produktion von geplanten 500.000 Autos im Jahr mit dem Ausbau auf eine Million im Jahr verdoppeln. Derzeit stellt das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als 250.000 Fahrzeuge jährlich her. Tesla hofft, dass das Landesumweltamt bis Ende März den ersten Teilantrag des Ausbaus genehmigt – darin ist eine Betrachtung der Umweltauswirkungen des weiteren Ausbaus enthalten.

Neben dem Werksgelände will Tesla auf einer Fläche einen Güterbahnhof, Lagerhallen und eine Kita errichten. Der Bebauungsplan (B-Plan) ist noch nicht beschlossen. Es gibt Proteste von Bürgerinitiativen gegen die Pläne.


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dpa