Lokführerstreik am zweiten Tag – Zugverkehr auch im Norden weiter beeinträchtigt


HAMBURG | Der Streik der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat im Norden auch am zweiten Tag zu starken Beeinträchtigungen des Fern- und Regionalverkehrs geführt.

„Der Notfahrplan mit einem stark reduzierten Angebot an Fahrten im Fern-, Regional- und S-Bahn Verkehr gilt weiterhin“, teilte die Deutsche Bahn am Donnerstag mit. Im Fernverkehr war nach Angaben der Bahn weiterhin lediglich rund jeder fünfte Zug im Einsatz.

Seit Beginn des dreitägigen bundesweiten Streiks der GDL am Mittwoch fährt die Deutsche Bahn nach dem Notfahrplan – auch die Hamburger S-Bahn ist betroffen. Bei der S-Bahn sollen die Züge weiterhin auf den Linien S1, S2 und S3 alle 20 Minuten fahren, die S5 zwischen Neugraben und Stade im Stundentakt. Der Hamburger Verkehrsverbund empfahl, in der Hansestadt nach Möglichkeit auf U-Bahnen und Busse umzusteigen.

Der Streik, der auch den Güterverkehr umfasst, soll bis Freitagabend um 18.00 Uhr dauern. Es ist der dritte und bisher längste Ausstand im Tarifstreit mit der Bahn. Im Dezember hatte die Gewerkschaft ihre Mitglieder per Urabstimmung über unbefristete Streiks abstimmen lassen. Rund 97 Prozent der Teilnehmer sprachen sich dafür aus. Seither sind längere Streiks möglich.


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dpa / EVN