Timmendorfer Strand will Gründe für Erhalt der Bäderbahn vorstellen


TIMMENDORFER STRAND | Die Gemeinde Timmendorfer Strand und die Hansestadt Lübeck wollen das Aus für die Bäderbahn nicht unwidersprochen hinnehmen.

Eine Bewertung des Hamburger Juristen Ulrich Ramsauer widerlege die von der Bahn, dem Bund und dem Land vorgebrachte Begründung, argumentierte der Timmendorfer Bürgermeister Sven Partheil-Böhnke am Freitag.

Die detaillierten Gründe sollen am 5. Dezember (15.00 Uhr) in der Trinkkurhalle in Timmendorfer Strand vorgestellt werden. Dazu werden nach Angaben der Organisatoren auch Vertreter anderer Einrichtungen erwartet, die von der Stilllegung betroffen sind.

Die Landesregierung und die Bahn hatten im September überraschend mitgeteilt, die Bahnstrecke durch die Ostseebäder stillzulegen, um die Schienenanbindung des geplanten Ostseetunnels nach Dänemark nicht zu gefährden. Dadurch verlieren Timmendorfer Strand, Scharbeutz, Haffkrug und Sierksdorf ihre direkte Bahnanbindung. Ihre neuen Bahnhöfe liegen künftig zum Teil mehrere Kilometer von den Orten entfernt. Die vom Tourismus geprägten Gemeinden befürchten einen Rückgang der Gästezahlen.


dpa