Lokführergewerkschaft für Ende der Maskenpflicht im ÖPNV


FRANKFURT AM MAIN | Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) spricht sich dafür aus, die Maskenpflicht im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) abzuschaffen.

  aktualisiert  

„Es muss auch irgendwann mal gut sein“, sagte GDL-Chef Claus Weselsky gegenüber MDR Aktuell. Die Eisenbahn sei das einzige Verkehrsmittel, in dem die Maskenpflicht im Nah- und Fernverkehr noch bestehe.

Während sich die Vorgabe in den „heißen Phasen der Pandemie“ noch bewährt habe, nehme sie mittlerweile „groteske Züge“ an. Die Mitarbeiter bei der Bahn seien die Einzigen, die sich noch strikt daran halten müssten, so Weselsky. „Ich nehme zunehmend wahr, dass die Menschen sich dieser Maskenpflicht verweigern“, fügte der Gewerkschaftschef hinzu.

Gegen eine Aufhebung der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen sprach sich hingegen Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha aus. „Wir wollen diese Maskenpflicht weiterführen“, sagte der Grünen-Politiker in der Sendung SWR Aktuell.

Die Gesundheitsminister der Länder beraten am Montagnachmittag über das Thema. Zuletzt hatte es unter den Verkehrsministern zur Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) keine einheitliche Linie gegeben. Einige Länder wollten die Pflicht bereits zum 1. Januar abschaffen, andere angesichts der weiter angespannten Lage in der Pandemie erst nach dem Winter, hieß es nach der Verkehrsministerkonferenz am vergangenen Dienstag.


EVN / dts Nachrichtenagentur

Anzeige