Städtetag: Beschlüsse für Verkehr reichen nicht aus


BERLIN / MÜNSTER | Nach Ansicht des Deutschen Städtetages sind die Beschlüsse für das 49-Euro-Ticket, die am Mittwoch zwischen Bund und Ländern vereinbart wurden, nicht ausreichend.

Die Ergebnisse blieben weit hinter den Erwartungen der Städte zurück, sagte Verbandspräsident Markus Lewe gegenüber der Nachrichtenagentur dpa.

Die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder hatten sich mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) auf ein monatliches 49-Euro-Ticket für Busse und Bahnen im Nah- und Regionalverkehr verständigt. Es soll Deutschlandticket heißen. Die Bundesländer erhalten vom Bund zudem höhere Zuschüsse – die sogenannten Regionalisierungsmittel – für ihren öffentlichen Nahverkehr.

Mit den in Aussicht gestellten Geldern sei an den Ausbau von Bussen und Bahnen in dem nötigen Umfang aber nicht zu denken, beklagte Lewe. Den Städten sei wichtig, dass ein bundesweites 49-Euro-Ticket mit einem besseren Verkehrsangebot verbunden werde. Beides zusammen sei mit den Mitteln aber nicht zu machen. „Es droht weiter, dass Fahrpläne ausgedünnt werden müssen. Die Verkehrswende droht damit auf dem Abstellgleis zu landen“, sagte der Oberbürgermeister von Münster.


EVN | Foto: DB AG / Christian Bedeschinski

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