Ukraine nimmt stillgelegte Zugstrecke wieder in Betrieb


ODESSA | Die Ukraine hat zusammen mit dem Nachbar­land Moldau eine stillgelegte Eisenbahn­­strecke im südukra­inischen Gebiet Odessa wiederbelebt.

„Die Erneuerung dieser Route wurde vor dem Hintergrund der ständigen russischen Angriffe auf die Brücke über die Dnister-Mündung lebens­notwendig“, sagte Infrastruktur­minister Olexander Kubrakow am Montag. Die Strecke solle vor allem der besseren Anbindung der Donauhäfen Reni und Ismajil dienen. Kiew rechne dort mit einem Waren­umsatz von zehn Millionen Tonnen im Jahr.

Der 22 Kilometer lange eingleisige Abschnitt zwischen Basarabeasca (Moldau) und Beresyne (Ukraine) war 1999 stillgelegt worden. Nach dem russischen Einmarsch vor einem halben Jahr wurden die für den Handel wichtigen ukrainischen Schwarz­meerhäfen von der russischen Flotte blockiert. Ein Teil des Seehandels konnte Kiew jedoch über die Flusshäfen im Donaudelta abwickeln. Infolge eines Getreide­abkommens sind nun auch drei Schwarzmeer-Häfen wieder in Betrieb.


dpa | Foto: Infrastrukturministerium Moldau
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