Verkehrsminister Wissing verspricht ausreichend Geld für die Deutsche Bahn


BERLIN | Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) versichert, dass die angekündigte Modernisierung der Deutschen Bahn nicht an finanziellen Engpässen scheitern kann.

Die Infrastruktur in Deutschland sei „in jeder Hinsicht unbefriedigend“, sagte Wissing dem „Heute-Journal Update“ des ZDF am Mittwoch. Neben desolaten Autobahnbrücken müsse das Bahnnetz „grundlegend modernisiert werden“. „Wir legen jetzt richtig los“, sagte er.

In Bezug auf die Finanzierung der milliardenschweren Modernisierung legt sich Wissing fest: „Dazu werden die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung gestellt, das ist mit dem Finanzminister auch so vereinbart.“ Die Ertüchtigung der Bahn sei nun Chefsache, so der FDP-Politiker. „Wir brauchen mehr Investitionen in unsere Infrastruktur. Und die werden jetzt auch kommen.“ Verspätungen, ausfallende Züge und stehende Güterzüge – all das könne und werde nicht so bleiben, versprach Wissing.

Mit einer Steuerungsgruppe im Ministerium will der Minister dafür sorgen, die Interessen der Bürger gegenüber dem Bahnvorstand und dem Aufsichtsrat „konsequent durchzusetzen“. Es gebe in Sachen Sanierung und Pünktlichkeit gute Vorbilder. In Österreich komme die Bahn „pünktlicher, und das wollen wir auch in Deutschland haben“, so Wissing.

Der Minister und Bahnchef Lutz hatten am Mittwochvormittag ihre Pläne für eine „General­sanierung“ der wichtigsten Strecken­abschnitte ab dem Jahr 2024 konkretisiert. Dabei gehe es um rund zehn Prozent des Gesamtnetzes, auf dem schon heute rund 25 Prozent aller Züge fahren würden. Vorgesehen ist, dass künftig alle Baumaßnahmen in einem Strecken­korridor vom Gleis über die Bahnsteige bis hin zu Signalen und Stellwerken gebündelt und komplett saniert werden sollen, sofern dies ansteht. Bislang erfolgt die Sanierung noch primär in Abhängigkeit von Zustand und Alter der Anlagen. Das bisherige Vorgehen sei laut Bahn aber nicht kundenfreundlich.

Schienennetz soll mit „Generalsanierung“ zuverlässiger werden


EVN / dts Nachrichtenagentur | Foto: DB AG / Volker Emersleben
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