Regionalzug bei Garmisch-Partenkirchen entgleist – Mehrere Tote, zahlreiche Schwerverletzte


GARMISCH-PARTENKIRCHEN | Bei Burgrain im Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist am Freitagmittag ein Regionalzug entgleist. Mehrere Menschen wurden bei dem Zugunglück getötet.

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Polizeiangaben zufolge kamen mindestens vier Personen ums Leben, etwa 30 seien verletzt worden. Das Landratsamt Garmisch-Partenkirchen sprach von insgesamt 60 Verletzten – 16 davon schwer. Noch ist unklar, was zu dem Zugunglück führte. Der Personenzug sei in Richtung München unterwegs gewesen, hieß es von Seiten der Bundespolizei. Mehrere Wagen des Doppelstockzuges stürzten von einem Bahndamm und kippten um. Ereignet hatte sich der Unfall gegen 12.15 Uhr.

Der Sprecher der Integrierten Leitstelle sprach von mehreren Verletzten, die ins Krankenhaus gebracht würden. „Es wurde Vollalarm für Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst“, sagte er. Die Bundespolizei erklärte, man sei mit Einsatzkräften vor Ort. Nach Angaben eines Sprechers der ADAC-Luftrettung waren zudem sechs Rettungshubschrauber im Einsatz, drei davon vom ADAC.

Die Bahnstrecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Oberau wurde gesperrt. Züge aus Richtung München wenden vorzeitig in Oberau. Aus Richtung Mittenwald wenden die Züge vorzeitig in Garmisch-Partenkirchen.

Die Deutsche Bahn sprach den Angehörigen unterdessen ihr tiefes Mitgefühl aus. Neben den Einsatzkräften seien auch DB-Mitarbeiter an der Unfallstelle, teilte das Unternehmen mit. Über die Unfallursache konnte die Bahn noch keine Aussage treffen.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) äußerte sich bestürzt über das Ereignis: „Die Bilder, die uns in diesen Stunden aus Garmisch-Partenkirchen erreichen, sind dramatisch“, sagte er am Freitag in Berlin. „Aktuell lässt sich das gesamte Ausmaß der Katastrophe nur erahnen. Meine Gedanken sind bei den Angehörigen und Verletzten. Wir stehen im engen Austausch mit der Bahn und unterstützen, wo wir können. Unsere Experten sind bereits vor Ort, um gemeinsam mit den Ermittlungsbehörden die Unfallursache zu untersuchen.“


letzte Aktualisierung: 3. Juni 2022, 16.51 Uhr | EVN | Foto: network pictures