VMK-Vorsitzende Schaefer kritisiert Wissing-Vorstoß – Aufhebung der Maskenpflicht wäre „falsches Signal“


BREMEN | Die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz (VMK), Bremens Mobilitätssenatorin Maike Schaefer (Grüne), hat den Vorstoß von Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) für ein Ende der Corona-Maskenpflicht in öffentlichen Transportmitteln kritisiert.

Er setze damit die „falschen Signale zur falschen Zeit“, sagte sie am Donnerstag in Bremen. „Wir stehen kurz vor Einführung des Neun-Euro-Tickets, was im schlimmsten Fall auf bestimmten Strecken zu überfüllten Bahnen führen wird. Zu dem Zeitpunkt die Maskenpflicht abzuschaffen, halte ich für kontraproduktiv.“

Wissing hatte auf dringenden Anpassungsbedarf in Deutschland verwiesen und sich dabei auf gelockerte Empfehlungen der EU- Behörden zu einer generellen Maskenpflicht in Flugzeugen bezogen. „Wir sollten hier europaweit einheitlich vorgehen und die Maskenpflicht aufheben, insbesondere im Flugverkehr“, so Wissing. „Denselben Anpassungsbedarf sehe ich auch für die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen.“

Schaefer betonte dagegen, es sei zu erwarten, dass die Pflicht im Herbst wieder eingeführt werden müsse. „Wenn Herr Wissing den ÖPNV attraktiver machen will, soll er das nicht mit solchen symbolträchtigen Maßnahmen machen, sondern endlich die dringend benötigten Regionalisierungsmittel anheben, was die Länder einstimmig fordern und was der Koalitionsvertrag der Bundesregierung vorsieht.“


dpa | Foto: Imago / Lichtgut
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