Bahnverkehr im Nordwesten soll mehr Lokführer bekommen


HANNOVER | Für das Bahn-Expresskreuz im Nordwesten von Niedersachsen sucht das Land einen Betreiber mit einer festen Personalreserve an Lokführern und Zugbegleitern.

„Wir wollen Zugausfälle, etwa durch kurzfristige Erkrankungen von Lokführern, möglichst vermeiden“, sagte die Geschäftsführerin der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbh (LNVG), Carmen Schwabl, in Hannover. Nach Angaben vom Freitag ist der Betrieb des Expresskreuzes Niedersachsen/Bremen ab Dezember 2024 europaweit ausgeschrieben worden. Bisher hat die DB Regio den Auftrag.

Das Expresskreuz besteht aus den Strecken Hannover – Norddeich Mole, Bremerhaven-Lehe – Hannover sowie Osnabrück – Bremerhaven-Lehe. Nach Plänen des Landes sollen 34 neue Züge gekauft werden, die in einer eigenen Werkstatt in Bremen gewartet werden. Nach der vollständigen Elektrifizierung der Strecke nach Wilhelmshaven solle auch die Marinestadt direkt an den Verkehr mit Hannover angeschlossen werden, sagte Schwabl.

Dem künftigen Betreiber schreibt die LNVG vor, dass jeder Zug mit zwei Zugbegleitern fahren soll. Für Fahrgäste werde es möglich sein, Plätze in den Zügen zu reservieren, sagte Schwabl. Dies sei ungewöhnlich für Regionalzüge, solle aber das Angebot für Urlauber auf dem Weg an die Nordsee attraktiver machen. Der neue Vertrag soll auf 13 Jahre geschlossen werden mit der Möglichkeit zur Verlängerung. Bahnunternehmen können bis 25. Mai ihr Interesse an der Ausschreibung bekunden.


dpa | Foto: EVN / Jens Rohde (Symbolbild)
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