Verkehrsminister Wissing rechnet mit mehr Geflüchteten – Bahn bleibt „unverzichtbares Verkehrsmittel“


KÖLN | Bundesverkehrsminister Volker Wissing geht davon aus, dass weitere Geflüchtete aus der Ukraine nach Deutschland kommen könnten.

„Ich kann nach oben kaum eine Grenze ziehen, weil das Geschehen in der Ukraine nicht vorhersehbar, nicht berechenbar ist“, sagte der FDP-Politiker am Dienstag bei einem Besuch des Lagezentrums im Bundesamt für Güterverkehr in Köln. „Der Verlauf dieses Krieges kann nicht antizipiert werden, weil wir nicht wissen, welche nächsten Eskalationsschritte Wladimir Putin plant.“ Es sei ihm viel zuzutrauen.

Außerdem warnte Wissing, dass viele Geflüchtete bislang nach Polen gegangen und die Städte dort extrem belastet seien. „Wenn eine nächste Welle kommt, dann wird Polen nicht mehr in diesem Maße aufnehmen können und es werden viel mehr Flüchtende nach Westen befördert werden müssen“, so Wissing. Es brauche Flexibilität und Vielfalt in den logistischen Angeboten. In dem Moment, wo die Zahl der Geflüchteten sehr schnell nach oben gehe, bleibe jedoch „die Bahn das unverzichtbare Verkehrsmittel der ersten Wahl“.


dpa | Foto: Imago / Political-Moments
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