Deutsche Bahn baut Güterumschlag in Ulm-Dornstadt aus

Im Güterverkehrsterminal Ulm-Dornstadt entsteht zusätzliche Kapazität für den kombinierten Verkehr. Drei neue vollautomatisierte Portalkrane sollen den Umschlag zwischen Straße und Schiene erleichtern und künftig den Lkw-Verkehr reduzieren.

Die Deutsche Bahn (DB) montiert drei neue Portalkrane am Umschlagterminal Ulm-Dornstadt. Dabei handelt es sich um einen wichtigen Meilenstein beim Bau des zweiten Moduls der Anlage, wie eine Bahnsprecherin mitteilte. Die neuen Krane sollen die jährliche Umschlagkapazität des Terminals auf bis zu 300.000 Ladeeinheiten erhöhen und einen vollautomatisierten Containertransport zwischen Straße und Schiene ermöglichen.

Jede Krananlage ist rund 26 Meter hoch, hat eine Spannweite von 48 Metern und wiegt etwa 360 Tonnen. Die Krane können Container mit einem Gewicht von bis zu 41 Tonnen bewegen. Zum zweiten Modul gehören außerdem vier neue, jeweils 720 Meter lange kranbare Umschlaggleise. Die Investition in die Erweiterung beläuft sich laut DB auf rund 148 Millionen Euro; das Projekt wird durch das EU-Förderprogramm „Connecting Europe Facility – Military Mobility“ unterstützt.

Der Probebetrieb soll voraussichtlich Mitte 2027 beginnen, erste Teile der Erweiterung sollen noch im selben Jahr schrittweise in Betrieb gehen. Die vollständige Fertigstellung des zweiten Moduls ist für 2029 vorgesehen; nach Angaben der DB könnte der Ausbau jährlich rund 22,4 Millionen Lkw-Kilometer und etwa 16.790 Tonnen CO₂ einsparen.

EVN