Ein neues Werk, Millioneninvestitionen und 80 zusätzliche Jobs: Plasser & Theurer bündelt in Linz wichtige Produktionsschritte unter einem Dach. Die Anlage soll Abläufe beschleunigen und mehr Kapazität für moderne Gleisbaumaschinen schaffen.
Der Gleisbaumaschinenhersteller Plasser & Theurer hat sein neues Montage- und Inbetriebnahme-Werk in Linz offiziell eröffnet. Nach Angaben des Unternehmens beläuft sich die Investition auf mehr als 60 Millionen Euro und ist damit die größte Einzelinvestition in der 73-jährigen Firmengeschichte. Auf rund 12.000 Quadratmetern werden die Endmontage und die Inbetriebnahme von Gleisbaumaschinen zusammengeführt.
Das Werk verfügt über 15 Montageplätze mit jeweils 30 Metern Länge und 8,5 Metern Breite. Für die Inbetriebnahme stehen vier Gleise mit insgesamt knapp 330 Metern Länge zur Verfügung. Durch die Bündelung zuvor räumlich getrennter Produktionsschritte sollen Transportwege verkürzt und Arbeitsabläufe verbessert werden. Die Infrastruktur soll insbesondere auch die Fertigung und Inbetriebnahme von Maschinen mit hybrider Antriebstechnologie unterstützen. Eine Dachbegrünung und eine geplante Photovoltaikanlage sind Teil des Energiekonzepts.
Der Personalaufbau erfolgt schrittweise. Bis Jahresende sollen rund 180 Beschäftigte im neuen Werk arbeiten; 80 zusätzliche Arbeitsplätze werden geschaffen. Gesucht werden insbesondere Elektriker, Elektrotechniker, Maschinenbauer, Schweißer und Stahlbauschlosser. Unternehmenschef Johannes Max-Theurer bezeichnete die Investition als Bekenntnis zum Standort Österreich und verwies zugleich auf hohe Energiekosten, Lohnnebenkosten, Fachkräftemangel und zunehmende Bürokratie als Herausforderungen für die Industrie.


EVN
