Seit 25 Jahren verbindet der Berlin-Warschau-Express die Hauptstädte Deutschlands und Polens. Rund zehn Millionen Fahrgäste nutzten die von DB und PKP Intercity betriebenen Züge seit dem Start. Zum Jubiläum wird auch der Kulturzug ausgeweitet.
Der Berlin-Warschau-Express verbindet Berlin und Warschau seit dem 30. September 2001 auf der Schiene. Nach Angaben der Deutschen Bahn haben seit dem Start rund zehn Millionen Fahrgäste die gemeinsam mit PKP Intercity betriebenen grenzüberschreitenden Züge genutzt. Zum Jubiläum rücken beide Bahnen neben dem regulären Angebot auch den Kulturzug Berlin–Poznań–Warszawa und den geplanten Deutsch-Polnischen Freundschaftspass in den Mittelpunkt.
Beim Start fuhren täglich drei Züge je Richtung, die Reisezeit lag bei rund sechs Stunden. Heute verkehren acht Verbindungen pro Richtung im Zweistundentakt und benötigen etwa fünf Stunden. Die Bahnunternehmen haben zudem weitere Direktverbindungen aufgebaut, darunter seit 2012 nach Gdynia an der polnischen Ostseeküste und seit Ende 2020 nach Krakau. Auf der Verbindung nach Krakau fahren inzwischen drei Zugpaare im Vierstundentakt, davon zwei weiter bis Przemyśl nahe der polnisch-ukrainischen Grenze. Seit dem Fahrplanwechsel Ende 2025 sind Breslau und Krakau außerdem mit zwei Zugpaaren direkt ab Leipzig erreichbar, eines davon ebenfalls weiter bis Przemyśl.
Als zentrales Projekt im Jubiläumsjahr soll der Kulturzug nach seiner Premiere im Februar 2025 mit sechs Fahrten nun deutlich ausgeweitet werden. Zwischen Ende September und Mitte November sind 16 Fahrten zwischen Berlin und Warschau vorgesehen. Dafür wird an reguläre Eurocity-Züge ein zusätzlicher Kulturwagen mit mehrsprachigem Programm aus Lesungen, Konzerten, Gesprächen und Workshops angehängt. Ein spezielles Ticket ist nicht erforderlich, eine normale Fahrkarte genügt.

EVN
