Unfall auf Bahnbaustelle – Stahlbrücke für Ruhr-Sieg-Strecke rutscht ab

In Kirchhundem sollte eine neue tonnenschwere Stahlbrücke an der wichtigen Ruhr-Sieg-Strecke eingesetzt werden. Das scheiterte vorerst. Laut Bahn verzögert sich damit die Freigabe der Bahnstrecke.

An der wichtigen Ruhr-Sieg-Strecke ist die Montage einer neuen tonnenschweren Stahlbrücke in Kirchhundem vorerst gescheitert. Laut der Deutschen Bahn sollte die 330 Tonnen schwere Eisenbahnbrücke am Mittwoch in ihre endgültige Lage geschoben werden. Das gewaltige Brückenteil rutschte beim Transport aber von einem Spezialfahrzeug und stürzte zu Boden. „Wie es zu dem Unfall kommen konnte, werden wir jetzt gemeinsam mit den beteiligten Baufirmen gründlich analysieren“, sagte ein Bahnsprecher auf Anfrage.

Die Ruhr-Sieg-Strecke ist zentral für den Personen- und Güterverkehr zwischen Ruhrgebiet, Sauerland und Siegerland und wird derzeit zwischen Hagen und Siegen an mehreren Stellen bis Jahresende aufwendig saniert. Dazu gehört auch die Erneuerung der Eisenbahnbrücke „Hundem“, deren Einschub nun aber misslang. „Wir sind erleichtert, dass bei dem Vorfall in Kirchhundem keine Menschen zu Schaden gekommen sind“, betonte der Bahnsprecher.

Ursprünglich sollte der Abschnitt zwischen Siegen und Altenhundem am 15. September wieder freigegeben werden. Zur Streckenfreigabe hieß es jetzt: „Den bisherigen Zeitplan können wir nicht einhalten.“ Konkrete Angaben könne man aktuell nicht machen. „Wir wissen, dass Reisende auf der Ruhr-Sieg-Strecke derzeit große Einschränkungen hinnehmen müssen. Wir bedauern, dass diese Einschränkungen bis auf weiteres bestehen bleiben müssen.“

EVN / dpa