Bahn weist Kritik an Preisen für Fernzugtickets zurück

Die Deutsche Bahn widerspricht einer Studie der Verbraucherschützer zu den Preisen im Fernverkehr. Das Unternehmen hält die Untersuchung für methodisch unzureichend und verweist auf stabile Flexpreise sowie ein breites Angebot günstiger Tickets.

Der staatseigene Bahnkonzern hat Kritik des Verbraucherzentrale Bundesverbands an den Preisen im Fernverkehr zurückgewiesen. Das Unternehmen erklärte laut Mitteilung, dass die zugrunde liegende Studie erhebliche methodische Mängel aufweise und das Buchungsverhalten der Fahrgäste nur unvollständig abgebildet werde. Demnach seien die Flexpreise seit dem Fahrplanwechsel 2025/26 über alle Verbindungen hinweg unverändert geblieben. Zudem seien derzeit so viele Sparpreistickets wie noch nie verfügbar, die bereits ab 6,99 Euro angeboten würden.

Die Bahn verwies außerdem auf neue Angebote wie das Last-Minute-Ticket, das allein im ersten Halbjahr 600.000 Fahrgäste genutzt hätten, sowie auf die kostenlose Jugend-Bahncard 25 und das Familienticket. Nach Darstellung des Unternehmens dient die Preisstruktur dazu, die Auslastung der Züge zu steuern und Überbuchungen insbesondere bei baustellenbedingten Einschränkungen zu vermeiden.

Das Unternehmen kritisierte, dass die Untersuchung lediglich Direktverbindungen zwischen großen Städten betrachtet habe. Zudem seien nur Buchungszeiträume bis zwölf Wochen vor der Reise sowie Verbindungen zwischen 7 und 19 Uhr analysiert worden. Frühere oder spätere Verbindungen, auf denen häufig günstigere Tickets verfügbar seien, seien ebenso unberücksichtigt geblieben wie Fahrten in der ersten Klasse. Die Deutsche Bahn vertritt die Auffassung, dass die Ergebnisse der Studie deshalb nur einen Teil des tatsächlichen Preisangebots im Fernverkehr widerspiegelten.

EVN