Stromschlag aus Oberleitung – Mann flüchtet vor Polizei auf Strommast

Ein Mann erleidet auf der Flucht vor der Polizei einen Stromschlag aus der Oberleitung. Er wird bei dem Vorfall lebensgefährlich verletzt, im Bahnverkehr kommt es zu Einschränkungen.

Auf der Flucht vor der Polizei hat ein 26-Jähriger im Bereich Pinneberg am Samstagmorgen einen Stromschlag durch eine Oberleitung erlitten. Aktuellen Erkenntnissen zufolge sei er dabei lebensgefährlich verletzt worden, teilte ein Sprecher der Bundespolizei mit. Ein Rettungshubschrauber brachte den Mann in ein Hamburger Krankenhaus.

Bundes- und Landespolizei waren zuvor wegen eines Menschen im Gleisbereich in der Nähe des Bahnhofs Pinneberg alarmiert worden. Beim Eintreffen der Beamten floh der 26-Jährige auf einen Strommast und habe so einen Lichtbogen ausgelöst. Seine Kleidung fing daraufhin Feuer und er stürzte von dem Strommast. Die mit 15.000 Volt geladene Stromversorgung sei zwar zuvor abgestellt worden, jedoch habe sich noch Reststrom auf der Leitung befunden, teilte die Bundespolizei mit. Warum er sich im Bereich der Bahnanlagen aufhielt, ist derzeit noch unklar.

Der Vorfall sorgte am Vormittag für Einschränkungen im Bahnverkehr zwischen Pinneberg und Hamburg. Die Bundespolizei ließ die Strecke zwischenzeitlich sperren. Betroffen waren unter anderem die Linien RB 60, RB 61 und RB 70 des Anbieters Nordbahn, teilte das Unternehmen mit. Später wurde die Sperrung aufgehoben.

dpa / EVN