DB InfraGO plant digitale Stellwerke und ETCS-Ausrüstung auf der Riesbahn

Die Deutsche Bahn will die Riesbahn in Bayern mit digitaler Stellwerkstechnik und dem Zugsicherungssystem ETCS ausstatten. Die Arbeiten sollen ab 2027 beginnen und sind Teil eines groß angelegten Volumenvertrags zur Digitalisierung der Schieneninfrastruktur.

Die Infrastrukturtochter der Deutschen Bahn, DB InfraGO, plant die Modernisierung der Riesbahn in Bayern mit digitaler Stellwerkstechnik und dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS. Das teilte die Deutsche Bahn mit.

Im ersten Schritt sollen auf der Strecke zwischen Donauwörth und Nördlingen im Abschnitt Wörnitzstein–Möttingen neue digitale Stellwerke entstehen. In einem zweiten Schritt ist vorgesehen, auf dem Abschnitt Gersthofen–Mertingen zwischen Donauwörth und Augsburg bestehende Stellwerke zu ersetzen. Insgesamt sollen sechs ältere Anlagen abgelöst werden.

Mit Planung und Umsetzung der Maßnahmen wurde das Unternehmen Hitachi Rail beauftragt. Der Baubeginn für die Modernisierung ist für das Jahr 2027 vorgesehen. Ziel ist nach Angaben der Bahn ein zuverlässigerer Betrieb, weniger Störungen sowie eine vereinfachte Instandhaltung der Infrastruktur.

Die Riesbahn wird zudem fit gemacht und soll während der geplanten Korridorsanierung zwischen Augsburg und Ulm als Umleitungsstrecke dienen, teilte die Bahn weiter mit.

Erstmals kommt für das Vorhaben in Bayern ein sogenannter Volumenvertrag zwischen der Deutschen Bahn und mehreren Unternehmen der Bahnindustrie zum Einsatz. Der Ende 2024 geschlossene Vertrag hat ein Gesamtvolumen von 6,3 Milliarden Euro und umfasst Leistungen zur digitalen Leit- und Sicherungstechnik. Vertragspartner sind MerMec Deutschland, Hitachi Rail GTS Deutschland, Alstom sowie eine Bietergemeinschaft aus Siemens Mobility und Leonhard Weiss.

EVN