European Sleeper verschiebt Start des Nachtzugs nach Mailand

Die erste Abfahrt des neuen Nachtzugs zwischen Brüssel und Mailand erfolgt später als geplant. Statt im Juni soll die Verbindung nun im September starten. Gründe sind Bauarbeiten in Deutschland und laufende Zulassungsverfahren in der Schweiz.

Der private Nachtzuganbieter European Sleeper verschiebt den Start seiner neuen Verbindung von und nach Norditalien. Wie das Unternehmen mitteilte, soll die erste Abfahrt zwischen Mailand und Brüssel nun am 9. September erfolgen. Als Unterwegshalte sind unter anderem Köln und Zürich geplant. Ursprünglich war der Betriebsbeginn für den 18. Juni vorgesehen.

Als Gründe nennt European Sleeper umfangreiche Bauarbeiten im Sommer in Deutschland, die einen stabilen Betrieb erschweren würden. Zudem sei die Schweiz für das Unternehmen ein neues Einsatzland, weshalb der Zulassungsprozess zusätzliche Zeit in Anspruch nehme. Der spätere Start solle eine zuverlässige Einführung der Verbindung ermöglichen.

Vorerst führt die Strecke über Zürich und die Gotthard-Route. Bauarbeiten auf der Simplon-Strecke machten den ursprünglich geplanten Laufweg bis mindestens 2027 unmöglich. Die Gotthardlinie biete jedoch ebenfalls eine eindrucksvolle Alpenquerung, so das Unternehmen.

Der geplante Amsterdamer Zugteil soll erst 2027 folgen. In der Nebensaison sei der Betrieb dieses separaten Abschnitts wirtschaftlich weniger sinnvoll. Reisende aus und in die Niederlande könnten auf bestehende Anschlüsse zurückgreifen.

Nach Unternehmensangaben sollen die Züge auf der Verbindung Brüssel–Köln–Zürich–Mailand montags, donnerstags und samstags sowie in der Gegenrichtung mittwochs, freitags und sonntags verkehren.

EVN