Stop and Go auf der neuen Schnellfahrstrecke – Fahrzeugstörung bremst ICE-Sonderzug mehrfach aus

Die neue Schnellfahrstrecke von Berlin nach München soll mit dem ICE-Sprinter eigentlich Fahrzeiten von 3:55 Stunden ermöglichen. Auf der Rücktour von der Eröffnungsfeier der neuen ICE-Highspeed-Strecke am 8. Dezember 2017 gelang dies dem ICE-Sonderzug nicht mehr. Eine Störung am Fahrzeug sorgte für mehrere Stopps auf freier Strecke.


Als die beiden ICE-Sonderzüge am Freitagmittag Nürnberg in Richtung Berlin verließen, lief noch alles perfekt. Auch die Ankunft in Berlin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und weiteren politischen Gästen an Bord war überpünktlich. Erst auf der Rückfahrt verließ die Bahn das Glück. Eine Fahrzeugstörung sorgte für mehrere außerplanmäßige Stopps und rund 75 Minuten Verspätung bis Nürnberg. Auch Berthold Huber, DB-Vorstand für den Bereich Personenverkehr, musste mit der eher ungünstigen Situation umgehen. Er und seine Mitarbeiter blieben ruhig und versuchten das Beste aus der Lage zu machen. So gab es Glühwein und einen Extrahalt am Bahnhof in Bamberg, um Reisenden mit Anschlussverbindungen die späte Heimfahrt zu erleichtern.

Zwischenzeitlich war der Sonderzug mit 90 Minuten Verspätung unterwegs und kam ein weiteres Mal zwischen Nürnberg und Ingolstadt zum Stehen. Auch diesmal war der Grund die besagte Fahrzeugstörung. „Es gibt Probleme mit dem Zugbeeinflussungssystem“, sagte ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn. Die Ankunft in der bayerischen Landeshauptstadt war ursprünglich für 23:15 Uhr geplant. Der Zug erreichte seinen Zielbahnhof gegen 1:20 Uhr.

„Morgen wird das Fahrzeuggerät des Zuges ausgelesen, um den Fehler im Zugbeeinflussungssystem zu finden“, sagte der Chef des DB-Personenverkehrs, Huber, nach der Ankunft in München. „Der Zug war zuvor fünf Mal auf der neuen Strecke störungsfrei unterwegs.“

Für die Bahn ist die verpatzte Rückfahrt ärgerlich. Solange es ab Sonntag aber planmäßig nach Fahrplan läuft, werden die Kunden die neue Schnellfahrstrecke zu schätzen wissen.

ICE-Sonderfahrt hat um ca. 1.20 Uhr mit +125 Min den Zielbahnhof München Hbf erreicht pic.twitter.com/LSFz10Wgbr

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ICE-Sonderzug mit 2 Std. Verspätung unterwegs. Zeitweise ging es wieder nur mit reduzierter Geschwindigkeit vorwärts. Grund: Probleme mit Zugbeeinflussungssystem. Zugbegleiter bemühen sich um nächtliche Anschluss- oder Übernachtungsmöglichkeiten. pic.twitter.com/KbkjWbYurg

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Und noch eine Zwangspause bei der Rückfahrt von Berlin nach München. Der ICE-Sonderzug steht nun zwischen Nürnberg und Ingolstadt auf freier Strecke. Eine erneute "Fahrzeugstörung", diesmal auf einer LZB-Strecke. pic.twitter.com/SqM0uENTXU

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Lockere Stimmung im ICE-Sonderzug trotz 75 Min. Verspätung: DB-Vorstand Berthold Huber leistet seinen Fahrgästen Gesellschaft. Zuvor verteilte der Chef des DB-Personenverkehrs persönlich Glühwein im Zug. pic.twitter.com/rCrgaQ6ByR

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ICE-Sonderzug ist nach dritter Störung wieder unterwegs und hält für einige Gäste außerplanmäßig in Bamberg. pic.twitter.com/8RkrUvgHb1

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Offenbar stecken in der Technik noch ein paar kleine Kinderkrankheiten. Der ICE-Sonderzug steht seit 21.35 Uhr wieder auf freier Strecke. #VDE8 #Schnellfahrstrecke pic.twitter.com/VeB9EXGaBb

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ICE-Sonderzug auf dem Weg von Berlin zurück nach München wurde durch eine kurze Störung ausgebremst. 7 Min später gings "Auf Sicht" weiter, jetzt wieder mit Vmax. pic.twitter.com/7oTX0gBKtE

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Aufgrund einer Störung des Zugsicherungssystems kam der ICE-Sonderzug soeben (um 20.51 Uhr) in einem Tunnel auf der Schnellfahrstrecke zum Halten. pic.twitter.com/ytkjiplyU4

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Berlin-München in unter vier Stunden – DB und Politik eröffnen neue ICE-Highspeed-Strecke https://t.co/hHmS81ZUQS

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red – aktualiert am 09.12.2017, 19:56 Uhr

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